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am 30. Jänner

Verkehrsmaßnahmen im Pinzgau: Lob und Tadel für den Landesrat

Die Grünen Pinzgau - Die Verlängerung der S 3 ist ein großer Schritt für den Öffentlichen Verkehr. Auch die geplanten Preisumgestaltungen sind positiv. Jedoch: Die Umfahrung Schüttdorf ist keine Zukunftslösung.

Der Präsentation von Verkehrsmaßnahmen für den Pinzgau durch Landesrat Hans Mayr muss sowohl Lob als auch Tadel ausgesprochen werden.

Die Verlängerung der S 3 von Schwarzach nach Saalfelden im 2-Stundentakt bedeutet einen großen Schritt in die richtige Richtung. Damit werden auch kleine Haltestellen an allen Werktagen, also inclusive Samstag an die Pinzgauer Wirtschafts- und Schulhauptorte Zell am See und Saalfelden auf der Schiene angeschlossen. Wenn die Bevölkerung diese Verbesserungen annimmt, sollte die S 3 später zu einem Stundentakt verdichtet werden.

Jedenfalls nimmt das Land Salzburg für die S 3 bereits ab 2018 1,4 Mio € in die Hand.

Bezüglich der unbedingt notwendigen Haltestelle Schüttdorf ist nun die Stadtgemeinde Zell am See gefordert, endlich die Lage dafür zu fixieren (Tischlerhäusl, Porscheallee oder Sochorgelände).

Auch die Ankündigung Mayrs für das gesamte Land Salzburg eine günstige Jahreskarte für Senioren einzuführen und am Regionsticket (= eine günstige Jahreskarte für den gesamten Pinzgau), sowie an der Salzburg Mobilcard für Touristen zu arbeiten, ist höchst lobenswert.

Jedoch im Bereich des Straßenverkehrs ist keine Zukunftslösung in Sicht. Landesrat Hans Mayr beharrt nach wie vor auf der Errichtung der Umfahrung Schüttdorf auf dem geplanten Hochwasserschutzdamm. Dabei sind die Kosten von 14 – 16 Mio €, der geringe Verlagerungseffekt (nur KFZ vom Unterpinzgau in den Oberpinzgau und umgekehrt), der Bodenverbrauch von ca. 3,5 ha und die Errichtung landschaftsbelastender Überführungen (Pinzgaubahn und Knoten nahe Kreis Lutz), das Abschneiden des Siedlungsgebietes Zellermoos von Schüttdorf, sowie die Erhöhung des Gesamtverkehrsaufkommens auf der Straße als negativ zu sehen.

Dabei gäbe es auch in Schüttdorf die technische Machbarkeit des 4-spurigen Ausbaus zwischen den Kreisverkehren Lutz und Kitzsteinhornstraße samt zwei streifigen Kreisverkehren. Doch aus politischen Gründen soll nunmehr nur der Kreisel Kitzsteinhornstraße ausgebaut werden, um die Realisierung der Umfahrung nicht zu gefährden.