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am 25. März 2015

Horrende Aufschließungskosten für ein vermeintliches Baulandsicherungsmodell

Die Grünen Saalfelden - Horrende Aufschließungskosten lassen den Grundstückspreis auf mehr als 300 Euro hinaufschnellen.

Die Gemeinde Saalfelden kaufte vor 10 Jahren die sogenannten Königgründe zwischen Großparkplatz und Merkur für 24,50 Euro pro Quadratmeter und wollte daraus ein Baulandsicherungsmodell mit günstigen Grundstückspreisen machen. Doch horrende Aufschließungskosten lassen den Grundstückspreis auf jedenfalls mehr als 300 Euro hinaufschnellen. Dies ist Folge davon, dass die Gemeinde den Bau der neuen Urslaubrücke samt Kauf des „Söllnerhauses“ und Zufahrt ohne einen einzigen Cent an Eigenmitteln bewerkstelligen wollte. Zudem muss nun noch eine Auffahrt über den steilen Mühlrain errichtet werden. 

Ohne interne Aufschließung entstehen allein für den Straßen- und Brückenbau sowie den dafür notwendigen, bereits getätigten Grundankauf Kosten von rund 3 Millionen Euro. Diese Aufschließungskosten vom Stadtplatz bis zu den Königgründen werden den künftigen Käufern von Wohnhäusern aufgeschlagen. 

So entsteht aus einem Preis von ursprünglich 24,50 Euro pro Quadratmeter ein neuer mit 300 Euro. Die Erschließung der Königgründe über Stadtplatz, neue Urslaubrücke und Steilauffahrt ist aber auch technisch problematisch. Gemäß Stellungnahme der Betriebsverwaltung im städtischen Wirtschaftshof würde eine Straße mit 10 Prozent Längsneigung und mit bis zu 7 Meter hohen, steilen Böschungen entstehen.

Die GRÜNEN werden dieser Baulandwidmung solange nicht zustimmen, bis eine sinnvollere und kostengünstigere Zufahrt gefunden wird.

Baustelle einer Einfahrt bei Wohnbau in Saalfelden
Technisch aufwändig und teuer soll hier eine Auffahrt von der „Söllnerbrücke“ auf die „Königgründe“ entstehen.